Umgang mit traumatisierten Menschen


 

Hilfestellung für Pflegepersonal, Behördenmitarbeiter, Beratungsteams, Angehörige 

Gegenübertragung und Auflösungen

Es hilft zu wissen, dass unser Gegenüber in uns etwas auslöst, dass wir auf Aktionen und Situationen reagieren. Oft in ähnlicher Weise. Es gibt Übungen und Glaubenssätze, die helfen können, dies zu durchbrechen. 

Der erste Schritt ist dabei das Verstehen: Was passiert da gerade?

Dann können wir entscheiden, Wie gehe ich damit um?

Und letztlich: Was mache ich daraus?

Strategien der Deeskalation 

"Den Wind aus den Segeln nehmen" 

Dass wir auf Unfreundlichkeit, auf unangebrachtes Verhalten oder Aggression sofort mit Gegenwehr reagieren, ist ganz natürlich. Wir sind selbst verletzt, überrascht und hilflos, blitzschnell schießen wir zurück. Ein giftiges Wort, eine Zurechtweisung oder eine ironische Bemerkung befeuern aber die Situation sofort. Es gilt, die natürliche Reaktion durch eine kluge Handlung zu ersetzen. 

Eigene Haltung finden und behalten 

Wer es schafft, souverän zu bleiben, tut auch sich selbst gut. Das ist nicht immer leicht – aber gut zu trainieren. Offenheit und Freundlichkeit wirken dabei Wunder und öffnen Türen. Was bleibt, ist Würde für die hilflos wütende Person und Zufriedenheit auf der eigenen Seite. 

 

Die natürlichen Abwehrmechanismen gegen ungerechtfertigte Beschuldigungen, die wir alle haben, kann man sich mit Training gut bewusst machen. Mit kleinen Übungen und etwas kreativer Anleitung kann es sogar zur Herausforderung werden, sich von nichts und niemandem auf die Palme bringen zu lassen. 

Das Leid dahinter sehen statt nur die Aktion 

Traumatisierte Menschen haben erlebt, dass ihre eigenen Bedürfnisse, Wünsche oder Grenzen nicht respektiert wurden. Sie verteidigen diese nun mit aller Kraft. Wenn sie erleben, dass ihre Gefühle und ihre Meinung zählen und nicht ignoriert oder gar gegen sie verwendet werden, lässt sich ein Zugang finden. Auch eine Sprache, die eine Wir-Ebene schafft, kann ein Türöffner sein. 

Vom Kinderheim zum Altenheim